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Die dienstälteste Schmalspurbahn Deutschlands dienstet
wieder
Freital-Hainsberg/Rabenauer Grund, 12. Dezember 2008, abends.
Es ist die Ruhe vor dem Sturm, eine gespannte Ruhe, auch vor dem
Bahnhof.
Die Personenwagen auf den Abstellgleisen des
Bahnhof Freital-Hainsberg sehen aus wie in Watte verpackt.
Nur eine L45H brummt spätabends noch über die Strecke -
Restarbeiten! Sogar am nächsten Morgen muß sie noch mal ran. Erst danach
darf sie sich im Schuppen ausruhen und hat den Festzügen das Feld überlassen... |

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In festliches Weiß hat sich der Rabenauer Grund gehüllt,
so als wollte er Hochzeit feiern.
Hochzeit und der Bräutigam ganz in weiß? Warum nicht in Weiß, es ist
eine moderne Zeit und da dürfen Männer auch in Weiß.
Seine Bräute - schon wieder moderne Zeit, darf es eine Braut mehr sein? - seine Bräute kommen in
feinem Schwarz mit viel
Dampf und Getöse daher.
Samstag, gegen halb zwölf fuhr der erste Zug durch Coßmannsdorf hinein
in den winterlich weißen Rabenauer Grund. |

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Herzlichen Glückwunsch Ihr Weißeritztalbahner,
Ihr habt es geschafft, auch den letzten der Genehmiger zu überzeugen,
daß er genehmigen muß. Wenn man die Menschen rechts und links der
Strecke gesehen und gehört hat, die ausschließlich Freude und
Erleichterung über dieses Ereignis zeigten, dann merkt man, wie
überfällig diese Wiedereröffnung war.
Es ist zum Glück nicht gelungen, die kleine Bahn in den Fluten des
Hochwassers von 2002 für immer verschwinden zu lassen. Zu oft habt Ihr
demonstriert und Züge auch gegen Widerstände auf kleinen Teilstrecken
fahren lassen. Vielleicht hat der eine oder andere Politiker und der eine
oder andere Genehmiger für diesen Wiederaufbau eine große Tat
vollbracht, aber ohne Euch Weißeritztalbahner hätten wir dieses schöne
Wochenende sicher nie erlebt.
Danke! |
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Herr T., der neueste König von Sachsen, antwortete sinngemäß auf die Frage der Journalisten
nach der überfälligen zweiten Etappe mit Schalk in den Augen:
"Die Weißeritztalbahn wurde vor mehr als
hundertfünfundzwanzig Jahren in zwei Etappen gebaut und eröffnet
und das machen wir jetzt genauso."
Recht hat Herr T. mit seinem Ausspruch die Eröffnung
betreffend (der Streckenabschnitt von Freital-Hainsberg nach Schmiedeberg
wurde am 1. November 1882 eröffnet, Schmiedeberg - Kurort Kipsdorf folgte
am 3. September 1883) und es freut die globale Zusage eines wichtigen
Politikers über das Wollen.
Doch hätte ich von dem wißbegierigen Journalisten der
aktuellen Nachrichten des Drei-Länder-Fernsehens gerne eine Nachhakung
gehört:
"Herr T., zwischen den beiden Eröffnungen lagen
damals genau 306 Tage oder 10 Monate oder 0,83 Jahre. Können sie ihren
coolen Spruch noch um eine Frist ergänzen?"
Leider hat der Journalist die Chance verpaßt oder wurde
da geschnitten? |
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Ein Wandertipp für alle, die Natur und dampfende Eisenbahnen
lieben:
Hinauf mit der wiedereröffneten Weißeritztalbahn nach Malter und längs
der Strecke wieder zurückwandern nach Freital!
Und
wem die 10,9 km an einem Tag zu viel sind sollte in der Rabenauer Mühle
sein Quartier beziehen, dann sind es nur noch zwei kleine Tagesetappen
durch wunderschöne Landschaft. |
alte Trasse bis 1912
Foto Reste der
Blechträgerbrücken je 12,72 m langüber die Rote Weißeritz, km 7,999 und
8,176, nur 177m auf der östlichen Seite, Höhe 3,1 und 3,5
Foto Mühlgrabenbrücke
Seifersdorf Segmentbogenbrücke, erste EB-Brücke aus >Stampfbeton in
Sachsen, bei km 8,919
9,048 Mühlgrabenbrücke aus zwei Blechträgern Länge 14,1
ursprünglich zwischen Kilometer 6,8 (Haltestelle Spechtricht und 13,8 wurden
61 Höhenmeter überwunden, jetzt wird diese Höhe auf nur 4 km bis zum Bahnhof
Malter zurückgelegt, die maximale Steigung auf diesem Streckenabschnitt ist
1:50 (Durchschnitt 1:65)
99761 juni nach rdebeul ost
99608 seit juni bei WTB
99734 seit Malter wieder feretig und im Einsatz
99775 99777 in Othal zur Wiederaufarbeitung




letzte Änderung: 14.12.08 08.06.10
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